Seit 1980 wird jährlich zu Pfingsten die Internationale Ibbenbürener Motorrad-Veteranen-Rallye im Stadion am Ostring, in der Umgebung von Ibbenbüren, also im Münsterland. 2018 und 2019 konnte ich selber teilnehmen, dazu später mehr. Für 2020 war die 40. Durchführung geplant, aber Corona machte uns einen Strich durch die Rechnung, 2021 ist geplant mit bleibender durchlaufender Nummerierung (41 = 40). Die Meldung für 2021 ist abgegeben.
Fotos auf: https://wordpress.hol-den-ball.de/piwigo/












![IMG_20260125_170745_0~3[1]](https://wordpress.hol-den-ball.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260125_170745_031-1100x360.jpg)


Landschaft: Ähnlich wie Schottland ist Norwegen ein landschaftlich immer beeindruckendes Land. Das “ähnlich” bezieht sich auf die vielfältigen Eindrücke und nicht auf eine Vergleichbarkeit der Landschaften.
Sars Cov 2 und Covid 19 haben auch unsere Reisepläne vereitelt, aber die Ankündigung Norwegen würde am 15.07.2020 die Einreisebeschränkungen aufheben, hat uns veranlasst, den Versuch zu wagen.
Morgens kontrolliert der städtische Bedienstete, ob auch bezahlt wurde. Für uns hat er die Ansage übrig, er müsse mal kontrollieren, ob die verlegten Rasterplatten beschädigt seien, wir ständen nämlich nicht korrekt. Ach ja, Deutschland Deine Staatsmacht! Der Bedienstete verschwindet, wir fahren, vielleicht hatte er Spaß daran ein wenig Unsicherheit zu verbreiten. Wir erreichen die dänische Grenze am frühen Nachmittag und werden ohne Kontrolle durchgewunken. An der Grenze gab es die freiwillige Möglichkeit für einen Corona-Test. Das Ergebnis würde per SMS mitgeteilt. Wir verzichteten.
Wir verlegen die wenigen Kilometer mit Claudia zusammen nach Hirtshals (Strandcamping Hirtshals). Der Platz ist großzügig und liegt direkt unterhalb des Leuchtturms am Meer, dieses Mal ohne trennende Düne. Natürlich sind die Plätze mit direktem Meerblick belegt, aber wir stehen auch nicht schlecht.
Claudia reist weiter, wir haben noch Zeit, da die Fähre erst um 20:45 h ablegen wird. Auf einer früheren Fähre war kein Platz mehr. Also hängen wir ab, um dann vor dem Fährterminal zu parken. Der Weg führt uns noch einmal ins Städtchen, es ist Flohmarkt, wir können das Angebot aber gut ignorieren. Der Schmuckladen mit schönen Glasarbeiten hat geschlossen – eigentlich sollte er geöffnet sein. Nun, das spart Geld.
Mit ein wenig Verspätung erreichen wir Kristiansand, so schnell wir es auf die Fähre ging, geht es jetzt herunter, keine Möglichkeit nach dem Autopass zu fragen, wir sind auf der Straße nach Stavanger. Das zweite Campingplatzschild nutzen wir zum Linksabbiegen und sind gegen 01:00 h am Campingplatz und tatsächlich gibt es eine Nachtwache und wir erhalten noch einen Platz zugewiesen. Um 01:30 h gibt es noch ein Absackerbier, war doch ganz schön anstrengend.
Das Wetter verschlechtert sich, bereits morgens Nieselregen, dennoch wollen wir zum Preikestoel (Predigtstuhl) mit der 600 m senkrecht abfallende Wand zum Lysefjord. Schon vorweg, Aufstieg und Abstieg haben wir völlig unterschätzt. Der einsetzende Dauerregen trägt zur Stimmung auch nicht gerade bei, aber das geht den 200 anderen “Wanderern” – auch gern mal im T-Shirt und Turnschuhen – wohl auch nicht anders. Das Plateau oben liegt in Wolken, zwischendurch ist aber auch Sicht auf den Fjord möglich. Wegen der Nässe nur wenige Fotos und dann Abstieg.
Das Wetter bleibt schlecht, das Islandtief ist wohl stationär, weitere Fronten werden durchziehen, es wird wohl einige Zeit so bleiben. Wir wollen weiter, Ziel: Bergen.
Langsamer Start in den Tag, der Blog-Text will ja auch erstellt werden. Mal sehen was Bergen bringt. Nach ein bisschen Betrachten von Autos, die auch in Coronazeiten im Kreis fahren (Formel 1, Hungaroring,, Hamilton siegt, Ferrari sogar von Mercedes überrundet, Vettel auf Position 6) geht es erst gegen 16:00 h nach Bergen.
Ausschlafen und daher die Entscheidung noch einen Tag hier zu verlängern, obwohl am Montag sicher viele Museen geschlossen sein werden. Camping besteht nicht nur aus Highlights, unser Chemieklo bedarf reparierender Zuwendung, gut, dass der Campingplatz Alternativen bietet.
Reisetag, wir hätten auf den Morgenkaffee verzichten sollen, denn nach dem Aufstehen war es noch trocken, pünktlich zum Aufpacken von Mr.Jim setzt der Regen ein, so wie es aussieht wohl anhaltend (natürlich endet der Regen pünktlich nach dem Aufpacken). Mittlerweile sind wir aber schnell und gut eingedacht. Frischwasser wird auch noch gebunkert, gegen 10:00 h sind wir unterwegs, 375 km stehen an, klingt wenig, aber wir werden noch lernen, dass es eine sehr anspruchsvolle Strecke ist.
Planung für heute: Mr. Jim soll uns zum Aussichtspunkt Adlerblick (Ornevegen) bringen, so können wir lernen, ob wir weiter auf der 63 bleiben oder besser die Fähre nach Hellesylt nehmen, um weiter auf der 60 etwas einfacher Richtung Molde zu fahren, um anschließend die Atlantikroute zu erreichen.
Abfahrt von Dalen nach 09:00 h, Tickets für die Fähre von Geiranger nach Hellesylt hatten wir schon am Tag vorher erstanden, die Fähre geht um 11:00, wir sind gegen 09:45 h am Parkplatz. Bei der Anfahrt sehen wir noch einen Regenbogen über dem Geirangerfjord, der sich im Wasser spiegelt. Die Fregatte F 310 der norwegischen Marine macht offenbarSightseeing , nach Einsatz sieht es jedenfalls nicht aus.
Frühstück um 10:00 h nachdem wir unsere Grobplanung auf den Zeitbedarf für die Rückreise abgestimmt haben. Die Ursprungsplanung mit Rückreise über Finnland würde zu lange dauern. Wir entscheiden über Trondheim den Svartisen-Gletscher und Saltstraumen (Gezeitenstrom) aufzusuchen und anschließend über Schweden zurück zu reisen.
Aufladen und um 10:00 h geht es Richtung E 39 (die bequemere Straße) weiter nach Norden. Trondheim ist das Ziel. Bequem heißt hier ein wenig breiter (natürlich nicht überall) und etwas weniger Berg und Tal, also über den dritten Gang schieben lassen und nicht bei 5.000 Touren über den Zweiten.
Mr. Jim bringt uns nach dem Frühstück in die Stadt. Trondheim liegt an der Mündung des Flusses Nidelva, der vor dem Fjord noch eine Schleife macht. Nachweise für Trondheim bereits 997 (Nidaros), es ist die drittgrößte Stadt Norwegens.
Schon gestern fassten wir den Entschluss, im Blick auf den Zeitaufwand für die Rückreise, nicht mehr weiter nach Norden zu fahren, auf Svartisen-Gletscher und Saltstromen werden wir also verzichten. Es bietet sich, an nach Osten zu fahren und dann über Schweden mit einfacherem Geläuf nach Süden die Rückreise zu beginnen.
Wir bleiben noch einen Tag, das Wetter ist schön, aber morgen soll es schon wieder regnen. Das stabile Netz bringt den Blog und die Bilder auf den neuesten Stand. Danach geht es mit Mr. Jim nach Östersund, Mittelstadt mit 50.000 Einwohnern in der Region Jämtland.
Dauerregen erschwert die Vorbereitung zur Abreise, um 09:00 h geht es los, wir lassen offen, ob wir die 539 km nach Karlstad schaffen werden. die Straßen bleiben gut, nur manchmal Verengungen oder Bodenwellen.
Ein etwas offenerer Platz ist frei geworden und wir fragen nach, ob wir verlegen können. Funktioniert und der Suchlauf der Schüssel trifft genau eine Lücke zwischen den Bäumen, wir sind wieder mit Nachrichten versorgt, aber das Netz hätte das ja auch geleistet.
Gestern hatten wir noch überlegt für einen weiteren Tag zu verlängern, wir finden jedoch heraus, dass die Schleusentreppe des Götakanals nur 200 km entfernt ist und ungefähr am Weg liegt, daher soll es dort noch vorbeigehen. Wir starten um 09:30 h von Karlstad östlich um den Vänern herum, Ziel ist Berg (Värmland).