Wegen der Entfernung war die Anreise schon für den Mittwoch geplant, auch um sicher einen Stellplatz für das WoMo zu bekommen. Zwischendurch hatte sich noch die Möglichkeit in der Nähe von Hannover einen DKW-Motor (unvollständig und nicht funktionsfähig) für kleines Geld abzuholen, also ging es schon am Dienstag, den 02.Juni los.
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Am Mittwoch, den 03.Juni erreiche ich nachmittags den Stellplatz am IFA Hotel. Die Anlage ist weitläufig, sind wohl so 400 m bis zum Hoteleingang. Neben mir steht ein VW-Bus mit Motorradanhänger, erkenne zunächst nicht, dass es Lexi und Detty sind, gleichwohl stelle ich mich einigermaßen nah daneben auf.
Mit Lexi und Detty geht es mit unserer geplanten Route erst zur Drachenhöhle in Rosenbach und dann mit ein bisschen Suchen zur Göltschtalbrücke.Die größte Ziegelsteinbrücke der Welt.
Wetter hat sich gebessert und für mich geht es zum August Horch Museum Zwickau. Nicht sehr weit, daher gut erreichbar. Starte erst gegen Mittag.
Lexi und Detty fahren mit anderen V-Stromern, ist mir mit meinen 50 PS zu schnell und zu anstrengend. Also überlegt mit dem Zug, der samstags bis Karlsbad fährt nach Tschechien zu fahren. Mhm, Aufenthalt 5 Stunden, erst dann geht es zurück, da fällt die Wahl doch gern auch die Verwendung der eigenen Achse. Planung mit “Kurviger” nach Karlovy Vary, dann noch Marienbad, also Mariànské Làzné (die richtigen Accents möge man sich hinzu denken).
Pfingsten – Domenica Pentecostes, 49 Tage nach dem Ostersonntag. Nun wir sind nicht so alt wie die Kirche, aber das Treffen der Biker am Rahnenhof in Carlsberg, ausgerichtet von Almut und Otto hat Tradition, die Teilnahme ist also quasi schon eine heilige Handlung, mindestens verpflichtend. Nicht im Sinne von “lästiger” Pflicht, sondern vielmehr Vorfreude im Vorfeld, begeisternde Begrüßungen, Ausritte in erhebender Landschaft, Lagerf(r)euerromantik, Reisegeschichten und dann Abschied mit der festen Zusage: “Nächstes Jahr im Rahnenhof”.
Unspektakuläre Anreise nach Bad Driburg, Stellplatz an der Therme, bin gegen Mittag da, abpacken, Hänger wird unter das Fahrerhaus geschoben, benötigt aber dennoch etwa 2 m Platz, W-650 am Heck. Strom vorhanden, die Entsorgungsmöglichkeit Schwarzwasser lerne ich erst in den Folgetagen.
Bisher keine Resonanz auf meinen Tourvorschlag im Forum, Wetter hat sich aber gebessert, kalt aber kein Regen, vielleicht Schauer zu erwarten. Mache mich um 10:00 h auf den kurzen Weg zu JH, keine 2 km.
Um 10:00 h öffnet die Therme, dort gibt es die etwas teure (3 €) aber exzellente Duschmöglichkeit. In der Umkleide treffe ich Friedo aus Gladbeck, der sich ins Thermalbad eingebucht hat, da ich für 11:00 h mit Dirk verabredet bin, wäre ich zwar auch gern ins Thermalbad gegangen, aber da kollidieren die Interessen.
Therme (Schlüssel für Entsorgung, nur WC) öffnet erst um 10:00 h, also Kaffee, dann aufpacken. Bin um 09:30 h reisefertig, daher Entschluss tanken, dann noch zur JH, Verabschiedung und Rückreise. Über die B 64 geht es auf die B1, sehr viel angenehmer als bei der Hinfahrt. Dann natürlich die A44, wird allmählich voll, aber eine Pause muss sein. Erst der dritte Parkplatz bietet noch Platz. Frühstück, aber auf der Bahn bereits zähließender Verkehr. Das ist natürlich die Abfahrt zur A1, nach Süden dort Stau.














Da der 01.05. für alle Teilnehmer Anreisetag war und ich nicht wusste, wie viel Teilnehmer es wohl geben würde, Wecker um 05:00 h, die schöne Dusche, dann zum Tanken und wieder auf die Bahn.
Da die Versorgung über den Tag, wie gestern, ja mehr als reichlich ausfällt, kein Frühstück für mich und Start am Starttorbogen zur Tour durch drei Länder.
Bestes Wetter weiterhin, so dass ich gern am Programm bis Mittag teilnehme. Zu den sogenannten Fahrprüfungen mag man eine eigene Meinung haben, aber vielleicht sollte man den Spassfaktor in den Vordergrund stellen.
Lukas, Maik und ich (Norbert) kommen alle drei aus Emmerich am Rhein, Maik und ich aus Elten, einer der “Nordstaaten” von Emmerich. Es gibt einen erheblichen Altersunterschied, der aber bei den Bikern, wie oft in anderen Gruppen und an Stammtischen beobachtbar, keine Rolle spielt. Deswegen heißt die Kategorie auch: 30-50-70.
Nach excellentem Frühstück sind wir für ein wenig nach 10:00 h mit unserem Tourguide Kevin verabredet. Es war auch ganz gut, nicht so ganz früh loszufahren, da es hier auf etwas 400 Höhenmetern doch noch unter 10° C war.
So schnell geht ein Wochenende vorbei, besonders dann, wenn gutes Wetter, herausragende Landschafts- und Fahrteindrücke und excellentes Essen beste Erinnerungen hinterlassen.
Zu den Bildern:
Da der alte Brief, die “graue Pappe”, noch zu den Unterlagen gehörte, kann die Historie der Vorbesitzer lückenlos nachvollzogen werden. Der alte Brief hat die Nummer 1970178, daraus ist jedoch nicht zu schließen, es hätte nur etwa 2 Mio Fahrzeuge in Deutschland gegeben. Die zwar fortlaufende Nummer wurde im im Zulassungsbezirk, n AH 76-7772 vergeben. Übrigens nicht Ahaus. Mit mir sind es jetzt 6 Besitzer und für jeden von uns hat diese DKW sicher eine ganz eigene Bedeutung.