Freitag, der 10.07.2026

Vor dem Frühstück wollen wir schon mal ein paar Kilometer machen, hinter Donegal aber vor Sligo bietet sich ein größerer Parkplatz bei einer Kirche in Drumcliff an. Schnell stellt sich heraus, hier ist William B. Yeats begraben (1865 – 1939). Er erhielt als erster Ire den Literaturnobelpreis. Sogar Reisebusse erreichen den Parkplatz. Fotos:https://wordpress.hol-den-ball.de/piwigo/index.php?/category/191

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/William_Butler_Yeats

William Butler Yeats [jeɪts] (* 13. Juni 1865 in Sandymount, County Dublin; † 28. Januar 1939 in Menton, Frankreich) war ein irischer Dichter. Er gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. 1923 erhielt er als erster Ire den Literaturnobelpreis. Er war der Bruder des Künstlers und Autors Jack Butler Yeats (1871–1957) und der Vater des Politikers Michael Yeats (1921–2007). Seine Schwestern waren Elizabeth Yeats (1868–1940) und Susan Mary Yeats (1866–1949)…Als Schriftsteller ließ sich Yeats von alten irischen Vorbildern, keltischer Mythologie und traditionellen englischen Dichtern wie etwa Blake, Shakespeare oder Shelley beeinflussen. Er schuf eine „national-irische, mythisch-mystische, oft symbolische Dichtung“.[2] Seine frühen Gedichte können der englischen bzw. irischen Romantik zugeordnet werden. Im Zeitalter der Moderne verfasste Yeats zunehmend auch mehrere moderne Gedichte, die sein herausragendes Spätwerk markieren. Teilweise heißt es, dass er seine größten literarischen Arbeiten erst nach dem Erhalt des Nobelpreises verfasste.

Wir sind mehr am Frhstück interessiert. Als es weitergehen soll, stelle ich fest, dass an der Stufe Wasser ausläuft. Der Blick unter den Boden zeigt keine Quelle. Nach Herausnehmen der Campingstühle zeigt sich das Desaster. Quelle ist der Grauwassertank, ein Stutzen der vier Zuläufe ist abgebrochen. Folgeschäden: Wasser auf dem gesamten Unterboden, Renates eingelagerte Sachen in der Tasche völlig durchnässt und das Holz zum Fahrerhaus auch vollgesogen.

Wir starten einen Reparaturversuch mit Bordmitteln (Zwischensetzen eines Schlauchstücks), dabei erinnere ich, den Tank schon kurz nach Übernahme gegen Bewegungen mit Keilen gesichert zu haben. Die Recherche im Internet bestätigt diesen bedeutenden Konstruktionsfehler erneut. 

Der Test des Reparaturversuchs zeigt: keine Abhilfe. Deswegen fahren wir den nächstgelegenen Baumarkt an, um erfolgreiche Abhilfe zu schaffen. 

Und obwohl es hier kein eigentherapeutischer Blog sein soll, muss ich das egozentrische Verhalten meines Mitreisenden hier benennen. Zunächst ist er in den Gängen des Baumarkt es verschwunden. Das Telefon nimmt er nicht ab. Signal sagt: Bin im WoMo. Bitte Renate telefonisch zu vermitteln. Sie macht die gleiche Erfahrung, aber immerhin kommt L wieder in den Baumarkt. 

Derweil habe ich beim Personal um Unterstützung gebeten, aber so richtig Passendes ist ncht zu finden. Wir versuchen es mit Silikon, haben aber auch keinen Erfolg. Renates Sachen kommen in eine Kiste. Auf dem Campingplatz in Sligo bitte ich L. nachzusehen, ob ein Trockner verfügbar wäre. “Nö, er hätte keinen gesehen.” Später werde ich mit Nachfragen herausfinden, gibt es schon. L isst in Ruhe zu Abend. N besorgt Wertmarken für den Trockner, wartet bis die Maschine wieder zur Verfügung steht. Kann den Trockner dann mit der gesamten Wäsche von R. beladen.

Zurück am WoMo der nächste Schaden. Die Auflageleiste der Sitzbank an der Küchenzeile ist herausgerissen. L. sitzt gemütlich an anderer Stelle. Auf den Gedanken mich zu informieren, ist er wohl nicht gekommen, hätte man ja suchen müssen. Also auch jetzt kein Abendessen für N., mit zusätzlichen Schrauben lässt sich dies aber reparieren. 

Etwa zum Anstoß Spanien – Belgien kann ich mich zum Essen dann auch endlich hinsetzen. Vorher hatten wir noch die weiteren Möglichkeiten besprochen. Ich trage vor, dass die fehlende ausreichende Befestigung des Tanks nur dazu führen würde, dass der nächste Anschluss abreißen würde. Jetzt ist es der Anschluss Waschbecken Nasszelle. 

Absprache mit Renate hat das Ergebnis, dass sie auf Irland verzichtet und wir mit der Rückreise beginnen. L. schlägt dazu noch vor, in Dublin könnte man ja auf dem Campingplatz stehen, dann braucht man die Nasszelle ja nicht. In Dublin gibt es zum Wochenende keine Möglichkeiten. Kann ich sagen glücklicherweise, denn den Rest möge ich doch bitte alleine zurückfahren, da L. wohl den Urlaub für sich fortsetzen will. Mein deutlicher Hinweis, auf seine Unterstützung im Linksverkehr angewiesen zu sein, steht im Raum, ob er ankommt, wird von L. nicht kommentiert. 

Das Ergebnis ist schließlich, in Dublin direkt zur Fähre zu fahren und die Fahrt nach Dover schnell hinter sich zu bringen. Von Calais aus sind es dann noch 400 km nach Hause. 

Auf dieser Rückreise ist zu erwarten, dass die Stimmung nicht allzu locker sein wird. Immerhin sind abends Renates Sachen trocken, ich lege sie zusammen. L. spült, Belgien verliert. Wir wohl auch.

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