Di, 05-03-2019

064_113_Spanien-2019_IMG_4810Ruhiger Start in den Tag bei warmem Frühlingswetter. Da passt die Nutzung der Fahrräder und so sparen wir das Umsteigen vom Bus in die Tram. Der eigentliche Plan, die in der Bordeaux-Card enthaltene Stadtrundfahrt zu machen wird verschoben, die Rundfahrt startet erst um 13:45 h, zu lange Wartezeit.

Mit der Linie B geht es entlang der Garonne bis zur Cité du Vin, architektonisch beeindruckend, medial auf höchstem Niveau, aber auch stark komsumorientiert. Wären wir vormittags angekommen, wäre der gesamte Eintritt in der Bordeaux-Card enthalten gewesen, jetzt ist ein kleiner Aufpreis fällig.

Wir starten in der 8. Etage mit dem Rundumblick auf Bordeaux und der Weinverkostung. Es ist schon in Ordnung, wenn es nur ein Glas zur Verkostung gibt, schließlich will man die Ausstellung ja noch bewusst wahrnehmen.

In der 2. Etage werden Audioführer ausgegeben, die Bibliothek eine Etage tiefer ist wohl frei zugänglich. Erwähnenswert: Vor dem Eingang Sicherheitskontrolle, Rucksack-Check, auch in der Stadt gelegentlich 3er-Streifen. Frankreich ist immer noch verunsichert.

Die Ausstellung selber kann man nicht textlich fassen, das muss man einfach gesehen haben. Vermutlich kann auch der versierte Weinkenner hier noch nützliche Informationen aufnehmen. Nach etwa 2h sind wir ziemlich „zugeguckt“, haben aber wahrscheinlich erst die Hälfte gesehen. Trotzdem – schon wegen des schönen Wetters – kommen wir auf die Stadtrundfahrt zurück. Die nächste Tour geht um 15:15 h.

Der Doppeldeckerbus schlängelt sich durch den innerstädtischen Verkehr, gut dass wir nicht selber fahren müssen. Zur Audio-Erläuterung gibt es Wireless im Bus, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten werden zusätzlich erläutert, aber manchmal ist es auch nur ein Bild, daher erschließt sich der Sinn dieser Informationen nicht unbedingt, schließlich sieht man es ja in Natura.

Im Folgenden werden die einzelnen Sehenswürdigkeiten nicht weiter besprochen, dies kann der geneigte Leser besser, z.B. auf Wiki nachlesen, es sei jedoch auf die Slide-Show verwiesen. Stichwortartig: Place de la Bourse, Kathedrale St. Andrè, Place de Quinconces, Grand Theatre de Bordeaux, etc..

“Nehmt Versailles, mischt etwas Antwerpen dazu und ihr habt Bordeaux“, sagte schon Victor Hugo, daher bedarf eine Tatsache aber noch der Erwähnung, wenn man die „andere“ Seite (in Emmerich die gönne Kant) von Bordeaux z.B. über die Pont de Pierre (17 Bögen, vgl. Napoleon Bonaparte, 17 Buchstaben) aufsucht, hat man den Blick auf ein ungestörtes Bild einer Stadt des 18. Jahrhunderts, kein Hochhaus, kein Kran, kein modernes Gebäude, stört die Ansicht, vermutlich einmalig in Europa.

Nach dem extensiven Input versuchen wir uns mit einem Kaffee aufzumuntern, die Kapazitätsgrenze ist aber erreicht. Es geht zurück zum Campingplatz, noch ist es warm, wir sitzen draußen, bei einem Bier lassen wir die Eindrücke wirken. Am Horizont kündigt sich eine aufziehende Warmfront an, morgen wird es wohl nicht mehr so schön sein.

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