Mittwoch, der 14.01.2026 Agrigent Valle dei Templi

 Mittwoch, der 14.01.2026

Bei schöner Sonne und geringer Bewölkung bleiben wir zunächst auf dem Campingplatz. Die Temperatur steigt bis 16 °C. Für den Blog sind Schreibarbeiten zu erledigen und auch die Synchronisierung der Lesezeichen (Firefox) für drei Geräte nimmt Zeit in Anspruch. R erledigt Einkäufe, erst um kurz vor 15:00 h gehen wir zur Bushaltestelle, Tickets gab es bereits auf dem Campingplatz.

Bilder: https://wordpress.hol-den-ball.de/piwigo/index.php?/category/175

An der Bushaltestelle, direkt an der Schranke zum Campingplatz, lesen wir an der kleinen Anzeige die Hinweise und Ankunftszeiten der Busse ab. Linie 3 soll in wenigen Minuten eintreffen, gleichwohl ist Google weiter der Meinung: Kein Bus. Zumindest ist das aus der gleichen Zeitangabe ÖPNV und Fußweg zu schließen. Google hat recht, keine Linie 3. 10 min später kommt Linie 2, der Busfahrer bestätigt, auch er fahre zu den Tempeln und dem Museum.

Wir steigen am Museum aus und informieren uns über das Museum und die Anlage. N möchte eigentlich erst das Museum ansehen, R will direkt zur Anlage. Das wird später dazu führen, dass auf das Licht der tiefer stehenden Sonne gewartet werden muss. Leider ist es dann bewölkt und die Möglichkeit schöner Fotos entfällt. Eine weitere Stunde auf die elektrische Beleuchtung der/des Tempel(s) zu warten ist mit der einsetzenden Abendkühle keine Option, zumal die Fußwege lang sind. Gutes Schuhwerk und Kondition sind schon Voraussetzung. Bilder auf Piwigo <Link einfügen>

R entscheidet sich beim Rückweg für einen anderen Ausgang, mit dem Ergebnis, dass dort kein Bus fährt. Anscheinend kam sie dann per Anhalter zum Campingplatz zurück. N nimmt Linie 2 zurück, kaum Wartezeit an der Bushaltestelle. Noch kurzer Besuch im Lebensmittelladen gegenüber der Schranke, kein zufriedenstellendes Angebot, also Abendessen: Konserve. Ein größerer Lebensmittelladen liegt eine Haltestelle zurück, wäre auch zu Fuß machbar gewesen.

Zu den Tempeln, bzw. zum Tempel, den wir besucht haben:

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Agrigent

„Die herausragendste Sehenswürdigkeit Agrigents ist das sogenannte „Tal der Tempel“, das zu einem Archäologie- und Landschaftspark ernannt wurde. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Hochplateau in einer Entfernung von vier Kilometern südöstlich der heutigen Altstadt von Agrigent, wobei das Plateau mit dem Archäologiepark jedoch tiefer liegt als die Stadt selbst. Als „Tal“ erscheint es also nur aus der Perspektive von der Höhe der Altstadt auf die tiefer liegende Region. Der Archäologie- und Landschaftspark Tal der Tempel ist Bestandteil der archäologischen Stätten von Agrigent, welche die Reste der antiken Stadt Akragas zeigen und zu den eindrucksvollsten archäologischen Fundplätzen auf Sizilien gehören. 1997 wurden die archäologischen Stätten von Agrigent von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Zu den Bauwerken an der Hangkante des Hochplateaus zählen vor allem die Tempel der Hera und des Herakles sowie der bis auf das Dach vollständig erhaltene Concordiatempel. In dem Park liegt auch das Archäologische Museum, das Funde der Vor- und Frühgeschichte und der Antike aus der Gegend von Agrigent zeigt.“

Die Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologische_St%C3%A4tten_von_Agrigent   meint: „In Deutschland wurden die antiken Stätten im 18. Jahrhundert vor allem durch die Italienische Reise[5] Johann Wolfgang von Goethes und den Spaziergang nach Syrakus[6] Johann Gottfried Seumes bekannt. Der Zeichner Christoph Heinrich Kniep, der Goethe auf seiner italienischen Reise begleitete, und die Maler Jacob Philipp Hackert und Ferdinand Georg Waldmüller schufen Bilder der antiken Bauwerke, und Johann Joachim Winckelmann verfasste die Anmerkungen über die Baukunst der Tempel zu Grigenti in Sizilien. Architekten und Bauforscher wie Leo von Klenze, Friedrich von Gärtner und Karl Friedrich Schinkel besuchten auf ihren Studienreisen durch Süditalien und Sizilien auch Agrigent.“

Zum Tempel der Concordia:

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologische_St%C3%A4tten_von_Agrigent#Concordiatempel

„Der sogenannte Concordiatempel zählt neben dem Theseion in Athen und dem Poseidontempel in Paestum zu den besterhaltenen Tempeln der griechischen Antike. Seine Benennung erfolgte willkürlich nach einer in der Nähe gefundenen römischen Inschrift, auf der von der Eintracht (lat. concordia) unter den Bewohnern von Agrigentum die Rede ist. Welcher griechischen Gottheit das Heiligtum geweiht war, ist unbekannt.

Der Tempel wurde etwa 440 bis 430 v. Chr. errichtet. Da er auf einem sehr unebenen Terrain steht, ist er auf einem Sockel errichtet, der die Unebenheiten des Fels ausgleicht. Sein Grundriss (siehe Abbildung) entspricht der für Agrigent typischen Form der klassischen Zeit, wie sie oben beschrieben wurde, mit Pronaos, Naos, Opisthodom und einer Säulenhalle von 6 × 13 Säulen.

Der Concordiatempel ist der am genauesten ausgeführte Tempel von Akragas, die Schwankung der Jochbreiten beträgt lediglich 5 mm. Der dorische Eckkonflikt ist auf ungewöhnliche Weise gelöst: alle vier Ecken zeigen eine doppelte Eckkontraktion, d. h. die äußeren beiden Säulenjoche sind abgestuft enger gemacht, und durch eine ebenfalls abgestufte Verbreiterung der Metopen am Rand wird eine harmonische Wirkung erzielt. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung war der untere Teil des Tempels mit weißem Stuck bekleidet, Fries und Giebelfeld jedoch mit kräftigen Farben bemalt. Die Dachziegel waren aus Marmor.“

Zur Anlage:
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologische_St%C3%A4tten_von_Agrigent

„Die meisten Tempel von Akragas sind wie die Mehrzahl der griechischen Tempel Siziliens vom Typ eines dorischen Ringhallentempels (Peripteros). Dabei ist das Innengebäude (der Naos mit der Cella) von einer Reihe von Säulen umgeben, die das Gebälk und das Dach tragen.

Die ältesten Tempel von Akragas entstanden im 6. Jahrhundert v. Chr. auf der Akropolis, die sich über den Girgenti-Hügel und den Athenefelsen erstreckte. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde dann auf dem südlichen Höhenrücken entlang der Stadtmauer eine Reihe von Tempeln errichtet, die vom Meer aus gesehen eine eindrucksvolle Silhouette bildeten.

Anders als beispielsweise für die Tempel auf der Akropolis von Athen, die aus Marmor erbaut sind, wurde für die Tempel Agrigents als Baumaterial Kalkstein verwendet, der im nahen Flusstal des Akragas gebrochen wurde. Der Kalkstein wurde zum Abschluss der Bauarbeiten mit einer Stuckschicht überzogen, um ihm ein marmorartiges Aussehen zu geben. Einige Strukturelemente der Tempel waren farbig gestaltet.

Anders als bei den Tempeln des griechischen Mutterlandes sind die Tempel von Akragas, wie in den meisten anderen Städten der Magna Graecia, in ihrem Entwurf frontbetont. Die Frontseite, meist die Ostseite, ist mit einer breiten Freitreppe versehen, und vor ihr steht ein großer Opferaltar, der beim Heratempel noch besonders eindrucksvoll erhalten ist. Um diesen Altar herum fanden die gemeinschaftlichen Zeremonien statt, und auf ihm wurden den Göttern Schlachtopfer von Vieh dargebracht.

Die meisten Tempel aus der klassischen Epoche von Akragas haben, wie es auch im griechischen Mutterland üblich war, eine Säulenhalle mit 6 Säulen auf den Schmal- und 13 Säulen auf den Längsseiten, während ansonsten in Sizilien eher länger gestreckte Bauformen mit 6 × 14 oder sogar 6 × 15 Säulen üblich waren. Pronaos und Cella sind durch zwei große Pfeiler voneinander abgeteilt, in deren Inneren Treppen bis auf das Dach hinauf führen. Bei den meisten Tempeln von Akragas fehlt das sonst in Sizilien übliche Adyton.

Eine Sonderform bildet das Olympieion, das auch karthagische Elemente enthält (z. B. Pfeiler statt Säulen) und den Sieg der Griechen über die Karthager verherrlichen sollte.

Die Namen der Tempel gehen größtenteils auf die Zeit des Renaissance-Humanismus zurück. Ihre Zuordnung zu griechischen oder römischen Göttern ist teils historisch verbürgt (z. B. beim Heraklestempel und beim Olympieion), teils aufgrund der dort gefundenen Weihegeschenke rekonstruiert (z. B. beim Demetertempel und beim Heiligtum der chthonischen Gottheiten), teils fragwürdig (z. B. beim Heratempel) und teils völlig beliebig erfolgt (z. B. beim Dioskuren- und Concordiatempel).“

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